Snooker hat seinen Ursprung in Grossbritanien und hat sich vor allem in
den Commonwealth-Staaten verbreitet. Dazu gehören unter anderem
Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika und Indien.
Die Queues, welche man zum Snookerspielen in diesen Ländern verwendet, haben
sich seit der Erfindung des Spiels vor etwa 130 Jahren nicht wesentlich
verändert.
Snookerqueues sind relativ einfach gebaut und werden vorwiegend in England fabriziert hergestellt, wenn sie nicht - wie fast alles heute - aus China oder Taiwan kommen.
Länge
Die Standardlänge von Snookerqueues beträgt ca. 147 cm. Manche Spieler (und
manche Verkäufer!) glauben, dass es für grossgewachsene Personen einen Vorteil
bringt, mit einem längeren oder sogar deutlich längeren Queue zu spielen. Nach
unserer Erfahrung ist dies nicht so entscheidend, wenn Sie grösser sind als 190
cm kann es allerdings angenehm sein, ein 3-5 cm längeres Queue zu brauchen.
Sowohl Peradon als auch Cue-Craft können jedes Queue 3-5 cm länger herstellen.
Der Aufpreis beträgt Fr. 50.00
Gewicht
Wie bei den Pool-Queues wird das Gewicht in Unzen angegeben, eine Unze (Ounce,
Abk. oz.) wiegt 28.35 g. Das Gewicht von Snooker-Queues variiert von 16 (sehr
leicht) bis 21 Unzen - normalerweise 18-19 Unzen. Die meisten in England
hergestellten Queues enthalten keine Gewichtschraube, es sei denn, das Queue
soll auf ein ganz bestimmtes Gewicht gebracht werden. In jedem Fall sind
Gewichtschrauben nicht wechselbar, wie dies bei Poolqueues üblich ist.
Spitze
Die Spitze eines Snooker-Oberteils misst 9-10 mm (Pool 11.5 - 13.5, Carambole
11 - 13 mm). Die Ferrule ist aus einer etwa 10 mm langen Messinghülse mit
Innengewinde (bei billigen Queues auch ohne Gewinde). Die Ferrule ist oben
offen, so dass das Leder in erster Linie auf dem Holz klebt. Bei kleinen
Durchmessern oder wenn bei alten Queues die Ferrule ersetzt werden muss, kann es
sich empfehlen eine Ferrule aus Kunstfaser zu montieren, die oben geschlossen
ist. Das Leder haftet darauf besser und gleichmässiger.
Verschraubung / Aufteilung
Die meisten Snookerqueues, wie man vom Fernsehen weiss, sind nicht in der Mitte
zusammengeschraubt, sondern nach ca. einem Viertel vom Queue-Ende her. Man
spricht deshalb von 3/4 Queues (oder manchmal auch von 3-pc/ 3-teiligen Queues,
obwohl auch diese Queues aus zwei Teilen bestehen). Warum die Queues so
verschraubt sind ist nicht klar, es hat sich so eingebürgert. 3/4 Queues haben
den Nachteil, dass man einen längeren Koffer benötigt, während in der Mitte
verschraubte Queues auch in eine Tasche für Poolqueues passen.
Die Verschraubung selber ist bei Snookerqueues fast immer aus Messing. Manche Hersteller verwenden grobe, kurze Gewinde, andere eine Art Schnell- oder Bajonettverschluss. Früher war die Verschraubung oft aus Holz, wie es bei Carambole-Queues auch Heute noch üblich ist.
Holz - Oberteil
Der Oberteil besteht meistens aus Esche (wie auf dem Bild oben), seltener auch
aus Ahorn. Esche ist ein Hartholz mit stark sichtbaren Maserungen (Jahrringen).
Da die Maserung enorm unterschiedlich sein kann, sieht ein Queue, welches man
extra bestellt, nie so aus wie in einem Katalog oder wie ein anderes Queue, das
Sie bei uns im Geschäft sehen. Es ist ratsam, ein Queue auszuwählen, das Sie
zuvor in den Händen halten konnten.
Oberteile bei Snookerqueues sind traditioneller Weise nahezu immer aus einem einzigen Stück Holz gefertigt. D.h. wenn das Queue zum Beispiel in der Mitte zusammengeschraubt wird, passt die Maserung vor und hinter der Verschraubung aufeinander. Aus diesem Grund werden Serienmässig keine Ersatzoberteile hergestellt, wie dies beim Pool- oder Carambole stark verbreitet ist.
Holz- Hinterteil
Der Hinterteil des Snookerqueues ist meistens aus Ebenholz. Je nach
Aufteilung kann die Verschraubung innerhalb des Ebenholz-Stückes sein oder davor
im Eschenteil (oben sind beide Varianten abgebildet).
Das Ebenholz ist entweder aus einem einzigen oder aus vier zusammengeleimten Teilen. Wenn es aus einem Stück besteht, wird das Ebenholz und das Eschenteil keilförmig aufgesägt und zusammengeleimt. In diesem Fall spricht man von "Machine-Spliced Cues" - spitz verleimt. Man erkennt diese Verarbeitung an den scharfen Ebenholzspitzen.
Wenn das Ebenholz dagegen mit vier abgerundeten Zungen über die Esche geleimt wurde, spricht man von einem "Hand-Spliced Cue" - flach verleimt. Der Hinterteil besteht dann aus vier aneinander geleimten Ebenholzteilen. Diese Verarbeitung ist etwas besser und aufwendiger entsprechend etwas teurer.
Die Queues von Peradon und Cue-Craft, die wir im Sortiment haben, sind fast ausschliesslich flach verleimte "hand-spliced" Queues.
Furnier-Einlagen
Das spitz verleimte Queue auf dem obigen Bild unten zu sehen, besteht
aus einem einzigen Stück Ebenholz ohne weitere Verzierungen.
Dekorationen im Hinterteil bestehen bei Snookerqueues nicht aus Intarsien (Einlagen) sondern aus weiteren farbigen Furnieren, die schräg in den Hinterteil aufgeleimt werden. Auf Englisch spricht man von veneer splices. Das flach Verleimte Queue auf dem Bild hat eine einseitige Verzierung aus vier Furnierstücken, wobei das letzte aus so genanntem "Snake-Wood" besteht, einem sehr speziellen Tropenholz (das leider zu feinen Haarrissen neigt...).
Die Hinterteile von teureren Queues sind mit mehreren, von vier Seiten übereinander geklebten Furnieren versehen. Sehr schön sind zum Beispiel Teile aus Olivenholz.
Wer regelmässig Snnoker spielt wird zu seinem Queue eine kurze Verlängerung zu schätzen wissen, ein so genannter Mini-Butt bzw. Short-Butt. Wir bieten diese Verlängerungen, die auch als Teleskop-Verlängerungen erhältlich sind, zu allen neuen Queues an, die wir verkaufen.
Aber auch auf Ihr altes Queue (egal, wo Sie es erworben haben) können wir eine Verlängerung anpassen. Dafür montieren wir am Queue-Ende ein Gewinde (normalerweise passend zu den Verlängerungen von Cue-Craft).